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Zecken – effektiver Schutz

© iStockPhoto.com/bodnermedia

Der kleine Parasit kann einen Ausflug ins Grüne zum Albtraum werden lassen. Ihr Biss ist für Mensch und Tier gefährlich, denn sie überträgt oftmals Krankheitserreger. Die Zecke ist ein Insekt, das bis zu einigen Millimeter groß ist und zur Klasse der Spinnentiere gehört. Sie lebt vom Blut, welches sie bei Hunden und Katzen aufsaugt. Ein Weibchen kann bis zu 8-10 mm groß werden, indem sie sich mit Blut vollsaugt. Wenn sie sich vollgesogen hat, sieht sie aus wie eine graue dicke Bohne und wirkt damit nicht nur sehr unappetitlich, sondern ist auch Überträger zahlreicher teils für Mensch und Tier gar lebensbedrohender Krankheiten.

Zecken klettern in hohem Gras oder auf Sträuchern und haften sich an Passanten. Dies kann ein Tier oder ein Mensch sein. Eine Zecke kann 3 bis 6 Jahre alt werden. Um die Fortpflanzung zu sichern, wartet die Zecke auf eine Gelegenheit sich an einen Hund, eine Katze o.ä. zu heften. Nachdem sie sich festgesaugt hat, wird sie sich innerhalb einer Woche mit Blut vollsaugen und danach wieder loslassen, um anschließend in der Umgebung ihre Eier zu legen. Am aktivsten sind Zecken im Frühjahr und im Herbst, im Winter sind sie jedoch nicht aktiv (gilt nicht für „ausländische“ Zecken).

Durch Zecken verursachte Krankheiten

Zecken beherbergen die verschiedensten Erreger und übertragen diese durch Stiche. Das kann zu schweren Krankheiten führen. Die bekanntesten Krankheiten sind Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Babesiose.

In Mitteleuropa kommt am häufigsten die Ixodes Ricinus Zecke (gemeiner Holzbock) vor. Diese Zecke trägt womöglich das Bakterium Borrelia burgdorferi bei sich. Während die Zecke Blut saugt, wird dieses Bakterium übertragen und kann die Lyme-Borreliose verursachen. Man schätzt, dass ungefähr 20-30 % der erwachsenen Zecken mit diesen Bakterien infiziert sind; aber es kann regional sehr stark variieren (5 % bis 60 %). Die tatsächliche Ansteckung findet ab 24 Stunden, nachdem die Zecke sich festgesaugt hat, statt. Für die Bekämpfung von Zecken ist es deswegen wichtig einen Wirkstoff einzusetzen, die die Zecke in dem Moment, in dem sie sich festsaugen will, sofort tötet. Hierdurch wird einer Infektion vorgebeugt und die Zecke fällt rechtzeitig (tot) von Ihrem Haustier ab.

In Südeuropa sind andere Zecken vorherrschend, diese werden aber auch immer häufiger in Mitteleuropa beobachtet, denn meistens werden sie aus dem Ausland mitgenommen. Sie können Babesiose und Ehrlichiose übertragen.

Borreliose

Bei der Lyme-Borreliose handelt es sich um eine Bakterieninfektion, an der Mensch und Tier erkranken können. Erste Anzeichen sind ringförmige, große Hautrötungen rund um die Bissstelle. Das Krankheitsbild ist vielfältig und reicht von rheumatischen Schmerzen bis zu grippeartigen Beschwerden.

Für den Arzt ist es häufig schwierig, eine eindeutige Diagnose zu stellen. Die unterschiedlichen Symptome können sofort, schubweise oder aber erst nach Wochen und Monaten auftreten. Spezielle Laboruntersuchungen helfen weiter. Eine frühzeitig festgestellte Lyme-Borreliose ist mit Antibiotika gut behandelbar. Sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen durch Zeckenbisse.

Symptome

Bei Borreliose-Erkrankung des Hundes treten die Symptome wie Mattigkeit, Appetitlosigkeit und Fieber oft erst nach Wochen auf, da die Krankheit langsam fortschreitet. Einsetzende Gelenkentzündungen an Vorder- und Hinterläufen führen zur Lahmheit des Hundes.

Ein Borreliose-Impfstoff kann einer Erkrankung des Hundes vorbeugen. Die Impfung erfolgt zweimal, im Abstand von drei bis fünf Wochen. Optimaler Impfzeitpunkt ist der Winter, von Oktober bis Februar. Der Mensch kann gegen die Erreger der Borreliose noch nicht geimpft werden.

Borreliose auf dem Vormarsch. In der Vergangenheit wurden zunehmend Lyme-Borreliose-Fälle gemeldet, weshalb Sie Ihre(n) Vierbeiner in den kritischen Monaten bitte besonders aufmerksam nach Zecken absuchen sollten.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit, die bei Patienten zu einer Hirnhaut- oder Gehirn-Entzündung führen und tödlich enden kann. Viren, die mit dem Speichel des Holzbockes – diese Zeckenart ist Überträger – in die Blutbahn gelangen, verursachen die Frühsommerenzephalitis (FSME). Beim Krankheitsverlauf machen sich zunächst grippeähnliche Anzeichen bemerkbar.

Es kann zu Krämpfen und in seltenen Fällen zu Hirnhautentzündungen kommen, wenn die Erkrankung zu spät erkannt wird. Schutz bietet für Menschen eine Impfung, die bei längeren Aufenthalten im Freien empfohlen wird. Sie kann noch bis zu vier Tagen nach dem Zeckenbiss verabreicht werden. Die vorbeugende Impfung sollte regelmäßig aufgefrischt werden. Für Vierbeiner gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff. In den südlichen und östlichen Bundesländern Österreichs besteht ein erhöhtes Risiko. Vorsicht ist aber auch in den Urlaubsländern Deutschland, Polen, Ungarn, Italien, Schweiz, Skandinavien, Slowakei und Russland geboten.

Babesiose des Hundes

Wird umgangssprachlich auch als Hundemalaria bezeichnet und ist der Malaria des Menschen sehr ähnlich. Diese durch einzellige Parasiten (Protozoen) verursachte Erkrankung des Hundes ist auch seit Neuerem in Österreich und Deutschland heimisch geworden, der Parasit befällt die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), pflanzt sich in ihnen fort und zerstört die befallene Blutzelle zum Schluss. Durch die Zerstörung der roten Blutkörperchen im Blutstrom des Wirtes wird das Krankheitsbild einer Anämie (Blutarmut) ausgelöst und endet ohne tierärztliche Versorgung tödlich.

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