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Die Sinne des Hundes – das Auge

Im ersten Teil unserer Serie über die Sinne des Hundes stand die Entwicklung der Sinne im Laufe der ersten Lebenswochen im Mittelpunkt. Wir fassen zusammen, wie Hunde sehen und wie sich die Sehkraft entwickelt.

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Bei der Geburt ist der Hundewelpe noch völlig blind und taub. Erst um den dreizehnten Lebenstag herum tritt langsam Helligkeit in eine bis dahin völlig dunkle Welt. Langsam öffnen sich nun die Augenlieder und der Welpe kann täglich mehr Eindrücke wahrnehmen und verarbeiten. Zu Beginn kann der Welpe nur fahle und verschwommene Eindrücke verarbeiten, da der dioptrische Apparat der Augen noch nicht ausreichend entwickelt ist. Am besten kann der Welpe anfangs kontrastreiche und sich bewegende Objekte wahrnehmen, halbwegs Gleiche kann er jedoch noch nicht erkennen. Auch die Farberkennung sowie das räumliche Vorstellungsvermögen verbessert sich im Laufe der nächsten Wochen. Daher sind Welpenbesitzer gut beraten besonders auf ihren Knirps aufzupassen, denn auch Tiefen und Entfernungen kann er noch nicht einschätzen, was ihn welpentypisch tollpatschig erscheinen lässt.

Blaue Welpenaugen

Die Augenfarbe aller Welpen, egal welcher Fellfarbe, ist in den ersten Wochen von individueller blauer Tönung. Grund dafür sind noch fehlende Pigmente, die sich erst im Laufe der Wochen bilden und allmählich die tatsächliche Augenfarbe bestimmen. Je dunkler das Auge ist, desto unempfindlicher ist es gegenüber grellem Licht. Daher sind hellblaue Augen oder Augen mit hohem Weißanteil besonders strahlungsempfindlich.

Das Auge näher betrachtet

Die Pupille
Die Größe der Öffnung der Pupille hängt einerseits natürlich von der Intensität der Helligkeit ab, je heller es ist, desto enger ist sie geöffnet, um die Strahlung auf die empfindlichen Sehzellen zu reduzieren. Andere Einflussfaktoren auf die Größe der Pupille können aber auch emotionaler oder mentaler Art sein. Emotionen wie Angst, Freude oder Ausgeglichenheit lassen die Pupillenweite größer werden. Ist der Hund hingegen müde, aggressiv oder hat er Schmerzen zu leiden, verengt sie sich. In Summe sind die Pupillen des Hundes aber wesentlich größer als die des Menschen, was ein Hinweis auf das bessere Sehvermögen der Hunde bei Dunkelheit ist.

Den ganzen Artikel findest du in Ausgabe 04/2016 .

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