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Hunde schützen vor Asthma

Ob als Rettungshund oder verlässlicher Kollege im Polizeidienst – Hunde sind dem Menschen wichtige Helfer geworden. Doch sie unterstützen uns nicht nur bei der Arbeit, sondern sind auch für unser psychische und physische Gesundheit eine positive Stütze. Einer schwedischen Studie zufolge, die kürzlich veröffentlicht wurde, senkt regelmäßiger Kontakt mit Hunden auch für Kinder das Risiko an Asthma zu erkranken.

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(c) iStockPhoto.com

Längst ist bekannt, dass Hunde unserer Gesundheit ausgezeichnete Dienste leisten, da sie uns mehrmals täglich an die frische Luft bringen aber allein durch ihre Anwesenheit auch unserer Psyche Gutes tun. Das Forscherteam von der Universität Uppsala rund um Tove Fall und Catarina Almqvist Malmros hat nun herausgefunden, dass auch Kinder bereits vom Umgang mit Hunden profitieren und ein deutlich geringeres Risiko an Asthma Bronchiale zu erkranken tragen, wenn sie gemeinsam mit einem Vierbeiner aufwachsen. Um ganze 15% soll das Risiko sinken.

In ihrer Studie sammelten die schwedischen Forscher Daten von mehr als 600.000 Schulkindern, die zwischen 2001 und 2010 in Schweden geboren wurden. Dabei untersuchten sie einen möglichen Zusammenhang zwischen der Gesundheit der Kinder und dem Verzeichnis der Hundehalter.

Die Ursache ist noch unklar

Fest steht jedenfalls, dass Kinder mit häufigem Kontakt zu Hunden der Analyse zufolge um 15 Prozent seltener an der chronischen Atemwegserkrankung litten, als Kinder ohne Kontakt zu den Vierbeinern. Sie scheinen damit ähnlich vorbeugend zu wirken wie der regelmäßige Kontakt mit Stallstaub vom Bauernhof.

Der Auslöser für den Schutz vor Asthma ist aber noch unklar. Die Wissenschaftler vermuten jedoch, dass, ähnlich wie bei eingeatmetem Stallstaub, Bakterienbestandteile und/oder Enzyme verantwortlich sind. Andere Lebensstilfaktoren der Kinder wie Bewegung oder Ernährung wurden in der Studie nicht berücksichtigt. Weitere Forschung ist daher noch nötig, um die Ergebnisse bestätigen zu können.

Allergietest vor dem Hundekauf empfohlen

Asthma bronchiale zählt in den Industrieländern zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern: Immerhin rund 10-15 % der mitteleuropäischen Kinder sind davon betroffen. Sie kann sich sehr unterschiedlich äußern,  in jedem Fall ist sie aber durch eine chronische Entzündung und Überempfindlichkeit der Atemwege charakterisiert. Typische Symptome sind pfeifende Atemgeräusche, Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust und Husten. Neben der genetischen Veranlagung spielen auch Umweltfaktoren wie Feinstaub, die Ernährung sowie fehlender Kontakt mit bestimmten Bakterien durch übertriebene Hygiene eine Rolle bei der Entstehung.

Allergien gelten hingegen als Auslöser für Asthma! Wer sich also die Anschaffung eines Hundes überlegt, sollte sich sicherheitshalber auf eventuell vorliegende Allergien testen lassen. Zahlreiche Hunde finden sich häufig im Tierheim wieder, weil ihre Halter von einer Allergie gegen Hundehaare vor der Anschaffung des Vierbeiners nichts wussten. Ein Allergietest hilft somit nicht nur Ihnen, sondern schützt auch den Vierbeiner vor einer unüberlegten Anschaffung.

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