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Rasseportrait: der Pudel

Pudel zählen nicht nur zu den ältesten Hunderassen überhaupt, sondern auch zu den intelligentesten. Unter ihrer berühmten Lockenpracht steckt dabei so viel mehr als nur ein Ausstellungshündchen. Vom Top-Athleten bis hin zum smarten Kinderfreund ist der Pudel fast für jeden Menschen der perfekte Partner. 

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Aufgrund der Jahrhunderte zurückreichenden Entstehungsgeschichte ist die genaue Abstammung der Rasse nicht ganz klar. Exakte Aufzeichnungen fehlen, weshalb man sich auf unterschiedliche Theorien stützt. So soll der Pudel nach Meinung von Dr. Leopold Fitzinger vom Seidenhund abstammen, während der Schweizer Professor Theodor Studer mit seiner These, der Pudel könnte einer Kreuzung zotthaariger Hütehunde mit Jagdhunden entstammen, der tatsächlichen Entstehung des Pudels wohl am nächsten kommen dürfte. Pudel lieben das Wasser, heute wie schon damals im 6. Jahrhundert. Eine Tatsache, die auf seine enge Verwandtschaft mit dem Wasserhund hinweist, der zum ersten Mal im Zuge der Besetzung der Iberischen Halbinsel europäischen Boden betrat. Lediglich Darstellungen geben Zeugnis von der Existenz pudelähnlicher Hunde im Mittelalter. Gegen dessen Ende soll der Pudel auch im westlichen Europa vorgekommen sein, wie eine Darstellung auf dem Grab von Heinrich II. nach Tilman Riemenscheider belegt. Auch Albrecht Dürer fertigte einige Zeichnungen von Pudeln um 1500 an.

Neue Rassen verdrängten den Pudel

Doch seinen ersten großen Aufschwung erlebte der Pudel zu Beginn des 18. Jahrhunderts, wo er speziell in Deutschland weit verbreitet war. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts fiel der Pudel in der Beliebtheit stetig ab, was vor allem der Entstehung zahlreicher anderer Rassen geschuldet war. Seine Freunde blieben ihm aber treu und bemühten sich im Jahr 1904 um das erste und bis heute erhalten gebliebene Zuchtbuch. In der modernen Pudelzucht sind vor allem Namen wie Stössel, Warmbach, Wirth und Betz als Wegbereiter der Rasse zu nennen. Sie trieben die Verbesserung der Zucht der Rasse auch durch die Wiedereinkreuzung englischer und französischer Blutlinien entschieden voran, ehe 1936 der bis heute gültige Rassestandard konzipiert wurde. Damals mussten sich Deutschland und Frankreich allerdings erst noch darüber einigen, wer als Ursprungsland gelten solle. Da Deutschland darauf verzichtete, wurde also Frankreich im neuen Standard als des Pudels Ursprungsland verankert. Probleme sollte in weiterer Folge die Anerkennung der Schur bereiten, welche vom standardführenden französischen Pudelclub in der Form wie sie in Deutschland üblich war nicht sofort akzeptiert wurde. Erst 1963 konnte man sich auf die Gültigkeit der modernen Schur einigen. Drei Jahre später wurden die „Neue Schur“ sowie die Fellfarbe Silber im Standard aufgenommen, ehe 1977 auch die Farbe Apricot als Farbe anerkannt wurde.

Unabhängig von seiner Fellfarbe ist der Pudel weltweit ein Evergreen. Seine Treue, Intelligenz und Loyalität machen ihn zum perfekten Familienhund. Galt er Ende der 90er noch häufig als Lieblingsrasse betagter Damen, fanden in den vergangenen Jahren vor allem die Königs- bzw. Großpudel wegen ihrer vielseitigen Talente im Hundesport immer mehr Anhänger. Pudel, egal welcher Größe, sind tatsächlich große Sportler und ihren sportlichen Haltern aufgrund ihrer Leichtführigkeit verlässliche Partner. Sie lernen extrem schnell und gerne und setzen ihr Können am liebsten in Teamsportarten mit ihren Menschen um.

Damals Jagdhund – heute Familienhund

Aber auch außerhalb des Sportplatzes sind Pudel fantastische Vierbeiner. Dank ihres freundlichen, besonnenen Wesens sind sie auch in der Stadt ideale Begleiter, die sich charmant in Zurückhaltung üben, wenn es die Situation erfordert, aber ordentlich Gas geben, wenn es ihr Mensch erlaubt.

Den gesamten Artikel lesen Sie in Ausgabe 05/16

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