Fernseher, Streamingdienste und Computerspiele gehören für viele Menschen zum Alltag – und häufig ist der Hund mittendrin. Während einige Vierbeiner bei einem bellenden Hund oder einer Szene aus einer Naturdokumentation aufmerksam werden, schlafen andere selbst bei einem actionreichen Film oder Spiel ungestört weiter. Beides ist völlig normal. Tatsächlich reagieren Hunde sehr unterschiedlich auf digitale Inhalte. Genau diese Unterschiede beschäftigen inzwischen auch die Tierkognitionsforschung.
Der Mensch gehört dazu
Wer gemeinsam mit seinem Hund fernsieht oder am Computer spielt, teilt mehr als nur den Blick auf einen Bildschirm. Hunde beobachten ihre Bezugsperson nachweislich aufmerksam und können Informationen aus Mimik, Blickrichtung, Gesten und der menschlichen Stimme miteinander verknüpfen. Darüber hinaus orientieren sie sich in unbekannten oder mehrdeutigen Situationen häufig an den Reaktionen ihres Menschen – ein Verhalten, das in der Verhaltensforschung als soziale Referenzierung bezeichnet wird.
Zudem verändert sich während der Mediennutzung auch das Verhalten des Menschen. Ein spannender Krimi, ein Elfmeterschießen, eine intensive Spielszene am Computer– etwa in einem Shooter mit schneller Bildfolge und lauter Geräuschkulisse – können eine deutliche körperliche Aktivierung auslösen. Innerhalb weniger Sekunden reagiert das sympathische Nervensystem und regt das Nebennierenmark zur Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin an. Dadurch steigen unter anderem Herzfrequenz und Atemfrequenz, die Muskulatur spannt sich an und die Aufmerksamkeit nimmt zu.
Auch Gewinne oder die Erwartung einer Belohnung, wie sie uns beispielsweise beim Besuch eines Online Casinos in Aussicht gestellt werden, können zusätzlich neuronale Belohnungssysteme aktivieren, an denen insbesondere der Botenstoff Dopamin beteiligt ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob auf dem Bildschirm bei einem Slot Spiel bunte Felder erscheinen oder ein Live Dealer bei Anbietern von Live Casinos, wie sie auf Casino Groups beschrieben werden, die Karten mischt. Die unterschiedlichen Formen erklären Branchenexperten wie Casino Groups, wobei solche Informationsbeschaffung oder alltägliches Surfen uns weit weniger anregen als spannende Spiele selbst.
Für unsere Hunde bleiben diese Veränderungen nicht auf das Sicht- und Hörbare beschränkt. Sie nehmen nachweislich auch chemische Signale wahr, die der Mensch über Schweiß und Atem abgibt. Studien zeigen, dass Hunde zwischen verschiedenen menschlichen emotionalen Geruchsprofilen unterscheiden können und ihr Verhalten entsprechend anpassen.
Hinzu kommen Veränderungen von Mimik, Körperhaltung, Muskelspannung und Stimme – Menschen lachen, erschrecken, jubeln, fluchen oder ziehen unwillkürlich die Schultern hoch. Während wir Spielen oder Fernsehen erlebt unser Hund daher nicht nur die Bilder und Geräusche des Bildschirms, sondern auch die körperlichen und emotionalen Reaktionen von uns Menschen.
Was Hunde auf dem Bildschirm interessiert
Nicht jeder Hund schenkt den Fernseh- oder Computerbildern ansich Aufmerksamkeit. Während manche bereits auf kurze Sequenzen reagieren, bleiben andere selbst bei auffälligen Bild- und Tonreizen völlig unbeeindruckt. Genau diese Unterschiede stehen heute im Mittelpunkt verschiedener Untersuchungen.
Nach dem aktuellen Forschungsstand richten viele Hunde ihre Aufmerksamkeit besonders häufig auf andere Hunde oder weitere Tiere. Auch Bewegungen und Tierlaute lösen vergleichsweise oft Reaktionen aus. Läuft in einer Naturdokumentation ein Reh durchs Bild oder bellt im Spielfilm ein Hund, kann das einzelne Tiere ebenso aufmerksam werden lassen wie bestimmte Geräusche oder schnelle Bewegungsabläufe in einem Computerspiel. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass alle Hunde auf dieselben Inhalte reagieren oder diese in gleicher Weise wahrnehmen.
Hinzu kommen deutliche individuelle Unterschiede. Alter, Temperament und bisherige Erfahrungen werden in verschiedenen Studien als mögliche Einflussfaktoren diskutiert. Ein Hund, der auf Tierlaute oder Bewegungen sofort reagiert, verhält sich deshalb nicht normaler als ein Artgenosse, der den Bildschirm vollständig ignoriert. Beides entspricht dem heutigen Forschungsstand.
Die bisherigen Erkenntnisse lassen vor allem einen Schluss zu: Nicht der Bildschirm allein entscheidet darüber, ob ein Hund aufmerksam wird. Entscheidend ist vielmehr, ob die gezeigten Bilder oder Geräusche Reize enthalten, die für das jeweilige Tier überhaupt relevant sind.
Mehr als nur flackernde Bilder
Lange hielt sich die Vorstellung, Hunde nähmen auf einem Fernseher lediglich flackernde Lichtpunkte wahr. Nach heutigem Kenntnisstand greift diese Erklärung zu kurz. Hunde können Inhalte auf Bildschirmen grundsätzlich erkennen – allerdings unter anderen Voraussetzungen als Menschen.
Anders als häufig angenommen sehen Hunde die Welt nicht in Schwarz-Weiß. Sie besitzen ein sogenanntes dichromatisches Farbsehen und unterscheiden vor allem Blau- und Gelbtöne gut, während Rot und Grün deutlich ähnlicher erscheinen. Hinzu kommt eine geringere Sehschärfe, sodass feine Details weniger deutlich wahrgenommen werden. Dafür sprechen mehrere Untersuchungen dafür, dass bewegte Objekte und charakteristische Bewegungsmuster ihre Aufmerksamkeit besonders leicht auf sich ziehen können.
Auch die Technik hat sich verändert. Moderne Fernseher und Monitore arbeiten mit deutlich höheren Bildwiederholraten als frühere Röhrengeräte. Nach Einschätzung von Forschenden könnten Bewegungsabläufe dadurch für manche Tierarten flüssiger erscheinen. Wie groß dieser Effekt unter Alltagsbedingungen bei Hunden tatsächlich ausfällt, bleibt ungeklärt.
Was die Forschung noch untersucht
Obwohl sich die Forschung in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt hat, bleiben viele Fragen offen. Moderne Displays und standardisierte Versuchsaufbauten schaffen heute zwar Voraussetzungen, unter denen sich Wahrnehmung und Aufmerksamkeit deutlich genauer untersuchen lassen als noch vor wenigen Jahrzehnten. Hinzu kommen Touchscreen-Systeme, die inzwischen in der Tierkognitionsforschung eingesetzt werden, um Lern- und Entscheidungsverhalten unter kontrollierten Bedingungen zu erfassen. Doch machen diese Untersuchungen deutlich, dass Bildschirme nur einen geringfügigen Teil der Informationen liefern, die Hunde in ihrer natürlichen Umgebung nutzen würden. Während Bilder und Geräusche übertragen werden, fehlen Gerüche sowie weitere Sinnesreize vollständig.
Forschungen an anderen Tierarten zeigen, dass sich dieselben Inhalte je nach Aufbau des jeweiligen Sinnessystems unterschiedlich darstellen können. Solche Erkenntnisse helfen dabei, Experimente gezielt an die Wahrnehmung einzelner Tierarten anzupassen und ihre Ergebnisse besser einzuordnen.
Was wir heute wissen
Ob ein Hund den Fernseher aufmerksam verfolgt oder sich lieber zum Schlafen zusammenrollt, lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Nach dem aktuellen Forschungsstand nehmen Hunde Bildschirminhalte grundsätzlich wahr, reagieren jedoch sehr unterschiedlich auf einzelne visuelle und akustische Reize. Dabei beobachten sie ihre Bezugsperson aufmerksam und beziehen deren Verhalten in ihre Wahrnehmung ein.
Gerade diese Kombination macht das gemeinsame Fernsehen oder Spielen aus Sicht des Hundes zu einer komplexen Situation. Er erlebt nicht nur das, was auf dem Bildschirm geschieht, sondern auch den Menschen neben sich. Moderne Studien zeichnen deshalb ein deutlich differenzierteres Bild als noch vor wenigen Jahren – und zeigen, dass die Wahrnehmung digitaler Medien bei Hunden weit vielschichtiger ist, als lange angenommen wurde.



