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Futter aufpeppen für echte Feinschmecker

Nicht alle Hunde verschlingen ihr Futter mit großem Appetit. Manche sind richtige Feinschmecker. Es ist eine tolle Sache, wenn man seinen Hund mit frischen Lebensmitteln füttert. Nicht jeder Tierhalter hat aber die Lust oder Zeit das tägliche Futter für den Liebling selbst zusammen zu stellen. Sei es, weil es gerade einfach nicht in den Alltag passt, auch noch für das Tier einzukaufen und zu portionieren oder weil man es sich nicht zutraut, aus Angst etwas falsch zu machen. Das muss aber nicht bedeuten, dass der Hund nun tagein tagaus dasselbe Fertigfutter bekommen muss. Denn selbst hochwertiges Nassfutter und auch Trockenfutter kann man mit frischen Lebensmitteln nochmal ein bisschen aufwerten. Dies bringt nicht nur zusätzliche natürliche Nährstoffe, sondern einfach auch etwas Abwechslung in die Fütterung.

Wenn man Fertigfutter füttert, ist das im Normalfall ein sogenanntes Alleinfuttermittel. Das bedeutet in der Theorie, dass das Futter so zusammengesetzt ist, dass alle Nährstoffbedürfnisse des Tieres abgedeckt sind. Wie diese Nährstoffdeckung erreicht wird, hängt dabei sehr vom Hersteller und dem Preissegment des Futters ab. Man sollte daher immer einen Blick auf die Deklaration des Futters machen, um das Futter etwas besser einzuschätzen.

Es macht aber einfach für einen Fleischfresser wie den Hund einen Unterschied, ob der Proteinbedarf in Form von Muskelfleisch gedeckt wird, oder ob im Futter hauptsächlich bindegewebsreiche Fleischsorten (Euter, Schlund, Lunge, …) oder gar Hülsenfrüchte, Soja oder Mais als Proteinquellen verwendet werden. Abgesehen von der schlechteren Verwertbarkeit beeinflussen die anti-nutritiven Stoffe in Getreide und Hülsenfrüchten die Aufnahme anderer Nährstoffe wie Mineralstoffe und Spurenelemente. Der Fleischanteil im Nassfutter sollte bei Hunden bei 50-80% liegen. Dabei sollte man auf hochwertiges Muskelfleisch, wichtige Innereien (Leber, Niere, Herz) und wichtige (natürliche) Zusätze Wert legen.

Fertigfutter ist zudem immer ein zubereitetes, verarbeitetes Futter. Wichtige Nährstoffe, die durch den Herstellungsprozess verlorengehen, werden natürlich vom Hersteller ergänzt. Andere Stoffe wie Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien, die nicht unbedingt überlebenswichtig sind, werden aber meist nicht ersetzt. Eine offene Deklaration über die zugesetzten Vitamine und Mineralstoffe gibt Aufschluss darüber, was im Futter enthalten ist und was vielleicht nicht. Jeder der täglich eine Nassfutterdose öffnet, kennt auch das immer gleiche Aussehen und den etwas eigenen Geruch der Futtersorten. Schon irgendwie ein Einheitsbrei – gekocht und haltbar gemacht. Die Fütterung von mehreren verschiedenen hochwertigen Marken und Sorten bringt etwas mehr Abwechslung in die Fütterung. Jedes Futter hat zudem eine andere Zusammensetzung und durch das Abwechseln der Sorten, erreicht man langfristig auch eine gewisse Ausgewogenheit in der Fütterung.

Die Vorteile das Fertigfutter noch mit frischen Zutaten zu ergänzen

1. Verbesserung des Geschmacks

Mit frischen Ergänzungen kann man die Akzeptanz des Futters sehr verbessern. Viele Hunde zeigen in bestimmten Lebensphasen, wie der Pubertät oft eine gewisse Fressunlust. Mit ein paar Tricks kann man die Akzeptanz des Futters verbessern und Mäkelei etwas eindämmen.

ACHTUNG!
Das Pimpen des Futters nicht übertreiben, denn sonst wird das tatsächlich gerne auch eingefordert und man ist dann damit beschäftigt, ständig was Neues zu finden, das dann wieder genehm ist und kurzzeitig gefressen wird.

2. Steigerung des Nährstoffgehalts

Durch die Ergänzung von frischen Lebensmitteln in die Fütterung kann man Nährstoffe zuführen, die durch die Herstellung und Konservierung des Fertigfutters etwas verlorengehen oder erst gar nicht im Futter enthalten waren. Hierzu ist es wichtig, die Deklaration gut interpretieren zu können und zu wissen, was fehlt und ergänzt werden muss.

ACHTUNG!
Man sollte sich jedoch eines bewusst machen – ein schlechtes/minderwertiges Futter kann man durch Zusätze und frische Ergänzungen ein bisschen! aufwerten. Man kann jedoch ein schlechtes Futter nicht zu einem guten und hochwertigen Futter machen. Daher ist es wichtig, bereits bei der Wahl des Futters umsichtig zu sein und genau zu schauen, was da im Napf landet.

3. Verwertung von Lebensmitteln

Oft bleiben im eigenen Alltag kleine Reste von Lebensmitteln übrig, die nur zu oft einfach im Müll landen. Vieles kann man aber nutzen, um das Futter, vor allem Hundefutter, etwas aufzupeppen. Mit ein paar Nudeln, einem gekochten Ei, etwas Joghurt oder frischem Gemüse bringt man leicht etwas Abwechslung ins Futter. Man sollte dabei jedoch im Auge haben, was tatsächlich gut für das Tier verträglich ist, denn nicht alle Essensreste sind für eine Resteverwertung immer gut geeignet. Gerade stark gewürzte Lebensmittel, gekochte/gegrillte Knochen oder giftiges Gemüse haben im Napf nichts verloren.

Die Ergänzung von frischen Lebensmitteln

Frische Lebensmittel enthalten im Gegensatz zu prozessiertem Fertigfutter noch alle natürlichen Inhaltsstoffe. Angefangen von Vitaminen, Mineralstoffen bis hin zu den sekundären Pflanzenstoffen bringen frische Lebensmittel damit einen Mehrwert in die Fütterung von Hund und Katze.

1. Frisches Obst und Gemüse

Bei Hunden kann man mit frischem Obst und Gemüse Abwechslung in den Napf bringen. Hier stehen vor allem die sekundären Pflanzenstoffe im Vordergrund und weniger die Vitamine, wie immer geglaubt wird. Diese zieht der Hund nämlich vor allem aus tierischen Quellen. Damit die Inhaltsstoffe für den Hund verfügbar werden, muss man das Obst und Gemüse roh pürieren oder kochen.
Bei diesen Komponenten kann man gut auf Saisonalität und Regionalität achten und so über das Jahr immer das Beste der aktuellen Saison nutzen.

2. Frisches Fleisch oder Fisch

Mit rohem Fleisch oder Fisch kann man seinen Tieren eine echte Freude bereiten. 1-2-mal in der Woche kann man seinem Hund ruhig mal frisches Fleisch anbieten.
Hier eignet sich mageres bis mittelfettiges Muskelfleisch sehr gut, aber auch Hühnerherzen oder Hühnermägen kann man gut mal zwischendurch geben. Innereien wie Leber sind nicht so gut geeignet, da sie auch ordentlich viel Vitamin A haben, welches meistens gut über das Futter abgedeckt ist und man keine Überversorgung provozieren möchte.
Fisch enthält viel gute Omega 3-Fettsäuren und Lachs oder Forelle auch viel Vitamin D.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der YOUR DOG ePaper Ausgabe 06/2022.

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